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Start ins Programmjahr 2026:Neujahrsempfang 2026 im Katholisch-Sozialen Institut

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Impulsvortrag des Philosophen Jürgen Wiebicke eröffnete das Katholisch-Soziale Institut das Jahr 2026 und setzte ein starkes Zeichen für Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Neujahrsempfang des KSI 2026
Datum:
29. Jan. 2026
Von:
Andreas Kaul
Die Musiker Martin Sasse (Klavier) und Marcus Bartelt (Saxophon).

Beim Neujahrsempfang im KSI standen Zuversicht, demokratische Verantwortung und das Engagement vor Ort im Mittelpunkt.

Am vergangenen Freitagabend fand im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) der Neujahrsempfang 2026 statt. Zahlreiche Gäste, Dozenten, Kooperationspartner und Mitarbeitende waren der Einladung gefolgt. Den Auftakt bildete eine feierliche Heilige Messe, zelebriert von Generalvikar Guido Assmann gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums  und Bonner Stadtdechanten, Monsignore Markus Hofmann, Kreisdechanten Hans-Josef Lahr und der Gemeinschaft der Karmeliten St. Michael. In seiner Predigt sowie in der anschließenden Begrüßungsansprache hob Generalvikar Assmann die besondere Bedeutung des KSI als Ort des Dialogs hervor. Aufgabe des Instituts sei es, Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen, Hintergründen und Positionen zusammenzubringen und den konstruktiven Austausch zu fördern.

Im Anschluss daran hielt der Philosoph, Buchautor und WDR5-Moderator Jürgen Wiebicke den Festvortrag im Europaforum. Er sprach zum Thema seines Buches „Emotionale Gleichgewichtsstörung – kleine Philosophie für verrückte Zeiten“. Vor dem Hintergrund aktueller politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen beleuchtete Wiebicke die Auswirkungen globaler Krisen auf das individuelle Erleben und stellte die Frage, wie Zuversicht und Handlungsfähigkeit in herausfordernden Zeiten bewahrt werden können.

In seinem Vortrag ermutigte Jürgen Wiebicke die Anwesenden, sich insbesondere auf lokaler Ebene zu engagieren. Ehrenamtliches Handeln in überschaubaren Strukturen ermögliche konkrete Wirksamkeit und sei eine zentrale Voraussetzung für den Erhalt von Demokratie und Gemeinwohl. Es brauche Orte jenseits von Arbeit und Zuhause für zwangloses Gespräch, damit Ideen entstehen und Zusammenhalt gestärkt werden können. Wie wir mit Angst, Nicht-Wissen und den Meinungen Andersdenkender umgehen, sage viel über die Demokratiefähigkeit des Einzelnen und der Gesellschaft aus. Die angesprochenen Thesen wurden im Rahmen des anschließenden Empfangs in persönlichen Gesprächen weiter vertieft.

Der Neujahrsempfang 2026 bot somit nicht nur einen feierlichen Auftakt in das neue Jahr, sondern setzte zugleich wichtige inhaltliche Impulse für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Dialogbereitschaft und verantwortungsvolles Engagement.

 

Gastredner Jürgen Wiebicke im Europaforum des KSI